Fairplay bei den Ausbildungsbeiträgen für Studierende
Die Bildungs- und Gesundheitsdirektionen Zürich zeigen fehlbaren Betrieben die "gelbe Karte"
Seit längerem haben wir von unseren Mitgliedern im HF/FH-Studium Rückmeldungen erhalten, dass einzelne Betriebe den Ausbildungslohn um die individuellen Beiträge, welche durch die Pflegeinitiative (Ausbildungsoffensive) ermöglicht wurden, gekürzt werden.
Diese unfaire Praxis ist unzulässig und wir sind für die Studierenden sofort aktiv geworden, mit Erfolg. Dies auch bei Ausbildungsbetrieben, die ein solches Vorgehen erwogen hatten, dann jedoch durch das Einwirken des Berufsverbands davon Abstand genommen haben.
Nun haben auch die Bildungsdirektion und die Gesundheitsdirektion reagiert und haben in einem Schreiben an alle Betriebe und Arbeitgeberverbände Folgendes klargestellt: "Wir möchten Sie jedoch daran erinnern, dass die kantonalen Förderbeiträge gemäss den rechtlichen Vorgaben des Bundes und des Kantons Zürich in Ergänzung zu den Praktikumslöhnen zur Sicherung des Lebensunterhalts der Studierenden während der Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau HF/FH beitragen sollen. Sie sollen ausschliesslich den Studierenden zugutekommen. Sie sind nicht dazu bestimmt, einzelnen Ausbildungsbetrieben eine Senkung der Lohnkosten zu ermöglichen. Ausbildungsbetriebe, die ihren Studierenden die Praktikumslöhne aufgrund der Förderbeiträge entsprechend kürzen, erschweren damit die Bemühungen von Bund und Kanton, dem Fachkräftemangel im Bereich der Pflege entgegenzuwirken."
Der SBK unterstützt die Studierenden in ihren Rechten und begrüsst diese Klarstellung der Bildungsdirektion gegenüber sich unfair verhaltenden Betrieben.
Die SBK-Pflegeinitiative muss gesetzeskonform umgesetzt werden!