Mitarbeiter:innen kommen nicht zu Wort

Reorganisationen sind immer ausserordentlich komplex. Als Sozialpartner begrüssen wir zielführende Verhandlungen. Auch individuell beraten wir unsere Mitglieder gerne in solchen Situationen. Wir befürworten es, wenn integre Ergebnisse möglich sind

Im Spital Männedorf war das kürzlich leider nicht der Fall. Unsere Empfehlungen wurden zwar entgegengenommen und begrüsst, jedoch zeigte sich im weiteren Verlauf, dass im April erzielte Vereinbarungen nicht eingehalten wurden.


Dies können wir als involvierte Vertreter der Mitarbeiter:innen nicht tolerieren und der Unmut von Pflegenden des Spitals Männedorf kann nachvollzogen werden. Betriebliche Veränderungen können besser gelingen, wenn die Beteiligten miteinbezogen werden. Klare Kommunikation und Information sind wichtig. Mitgestaltung und Mitarbeit von Betroffenen kann nur funktionieren, wenn das Resultat nicht schon von vornherein feststeht und Abkommen beachtet werden.


Gerade in den heutigen Zeiten des Fachkräftemangels sollten Arbeitgeber sich bewusst sein, wie relevant Arbeitsklima und Organisationsformen sind. Zufriedene und motivierte Pflegende sind ein Gewinn für jedes Unternehmen und seine Patienten und Patientinnen. Sorgen und Wünsche nur scheinbar entgegenzunehmen, ohne wahre Absicht wirklich etwas umzusetzen, löst ein falsches Signal bei den Angestellten aus.


Wir fordern eine ehrliche und wertschätzende Zusammenarbeit mit uns als Sozialpartner und mit den Arbeitnehmer:innen, unseren Mitgliedern. Dies nicht zuletzt, weil der Bundesrat im Zusammenhang mit der Umsetzung der SBK-Pflegeinitiative speziell auf das hohe Gut der Sozialpartnerschaft hinweist.